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Bettys Suite

Insgesamt vier Nächte bleiben wir im Paradies Lamu, nach der ersten Nacht wechseln wir in die Betty Suite. Ein Traum von Apartment direkt am Wasser und mit traumhaften Blick. Bettis Haus haben wir in Nairobi schon kennengelernt, nun kommt eben die Suite an die Reihe. Die nächsten Tage haben wir unseren eigenen Infinity Pool, unseren eigenen Koch namens Raymond und Steward Jump, einen eigenen Wäscheservice und alle Wünsche werden uns von den Lippen abgelesen.

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Lamu

Der Lamu-Archipel liegt im Indischen Ozean an der Nordküste Kenias und besteht aus 5 Inseln, die 3 wichtigsten sind Lamu, Pate und Manda. Wir bleiben die nächsten Tage auf Lamu, einer flachen, etwa 10 × 6 km große Sandinsel mit Mangrovenbuchten und einigen Stränden.

Der wichtigste Ort des Archipels Lamu Town ist sogar Teil des UNESCO-Welterbes. Die Stadt besteht aus vielen engen Gassen und ist, wenn man sich nicht auskennt ein riesiges Labyrinth. Auf Lamu sind Autos verboten. Die beiden Ausnahmen bilden das Fahrzeug des District Commissioners und ein Krankenwagen, aber die Autos können eh kaum fahren, weil die Gassen zu eng sind. Der Transport von Waren und Personen wird daher mit Booten abgewickelt oder aber mit den dreitausend Eseln, die unter anderem das Inselbild prägen. Was dem einen sein Golf oder Mofa ist, ist dem anderen sein Esel. Die Tiere sind überall und laufen frei wie kleine Taxis durch die Gegend.
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Airports & Airstrips

Unser nächstes Ziel erreichen wir komfortabel mit dem Flugzeug, weil uns die Anreise mit Auto und Schiff zu anstrengend ist. Also verlassen wir Che Shale und fahren zum Flughafen Malindi, der 2,5km vor den Toren der Stadt liegt.

Der Flughafen ist grade noch richtig voll, da die indische und islamische „Holyness“ grad abfliegt, in so ner Art alten Rosinenbomber. Konnte den Namen zwar rauskriegen, aber nicht bei Google erkennen, was seine Aufgabe oder Position ist. Als die Leute den Flughafen verlassen haben, sind wir ganz alleine. Wirklich. Flughafen kann man das eigentlich auch nicht nennen. Es gibt nur einen Counter!

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Im einer Bombardier Dash 8-100 starten wir dann nach Lamu, die Propellermaschine kann 37 Personen mitnehmen und 27 Passagiere sind an Bord. Nach nur 25 Minuten Flugzeit erreichen wir schon den Lamu-Airport auf Manda-Island. Hier heißt der Flughafen nun Airstrip(Landepiste), hat ja auch nur 3-4 Flugbewegungen am Tag, dafür ist das Ankunftsterminal aber viel luxuriöser als in Malindi.

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Che Shale

Nach Malindi steht Che Shale auf unserem Programm, ein exklusives kenianisches Strandhotel zwischen 2 einsamen Buchten geschützt durch Korallenriffe und tausende von Kokusnusspalmen und üppiger ürsprünglicher Vegetation, 25km von Malindi entfernt. Der Strand ist beinahe endlos und nicht besucht – keine weitere Hotelanlage ist in Sichtweite sowie keine Beachboys weit und breit!

Die Anlage besteht aus individuell gestalteten Makuti-Hütten (Bandas) mit rustikal-romantischem Charme. Sie sind überwiegend mit Bambus gefertigt und komplett offen, nur das Moskitonetz schützt vor den kleinen Monstern in der Nacht. Amore macht jeden Abend den Check, ob sich nicht doch ein Insekt unter ihrem Laken versteckt hat. Das Grundstück ist in Kokosnusspalmen eingebettet und bietet ein leckeres Restaurant und eine kleine Bar. Auf den Tisch kommen frische Meeresfrüchte (mittags wird immer gegrillt) und mediterran angehauchte Gerichte. Wir essen viel zuviel, haben auch Vollpension geschenkt bekommen.

Nach dem Essen kann man den Abend am romantischen Lagerfeuer ausklingen lassen, die zahlreichen Sterne beobachten und die Sternschnuppen zählen oder im Loungebereich auf den Kissen fläzen und der Musik lauschen. Es sind wenig Gäste da und man ist überall schnell allein.

Wir geniessen die Zeit hier, bei gutem Essen, relaxen und lesen am Strand, ich gehe Kiten, Amore genießt die Sonne, gemeinsam entspannen wir bei Massagen und sind abends schon um 20-21 Uhr müde und kaputt. Um 22 Uhr knipsen wir das Licht aus, hören dem Rauschen der Wellen und den Grillen zu und werden morgens durch die aufgehende Sonne und Vogelgezwitscher geweckt.

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Pole Pole oder Jambo Jambo

Meine ersten Worte Swahili habe ich 1996 bei meinem Englisch und Spanisch Lehrer Herrn Rudolph gelernt. Er war dafür bekannt seinen Fremdsprachenunterricht überwiegend auf Deutsch zu gestalten, dann die jeweils zu lernende Sprache ein wenig zu unterrichten und auch andere Sprachen ein wenig einfließen zu lassen. Immer wenn er jemanden im Unterricht nicht verstand oder verstehen wollte, kam sein „mein Swahili ist auch nicht so gut“ aber für Jambo für Hallo und Pole Pole (langsam) reichts. Das blieb hängen und somit hab ich schon mal die Basics hier drauf.

Swahili auch Suaheli, Kisuaheli oder Kiswahili (Letzteres ist die Eigenbezeichnung) kommt vom arabischen sāhil für „Küste“ oder „Grenze“ (für Küstenbewohner) ist eine Bantusprache und die am weitesten verbreitete Verkehrssprache Ostafrikas. Swahili ist die Muttersprache der Swahili, die im etwa 1.500 Kilometer langen Küstenstreifen von Süd-Somalia bis in den Norden von Mosambik leben, sowie von einer ständig wachsenden Zahl von Einwohnern Ostafrikas, die mit dieser Sprache aufwachsen. Mehr als 80 Millionen Menschen beherrschen Swahili. Swahili ist Amtssprache in Tansania sowie zweite Amtssprache und weit verbreitete Verkehrssprache in Kenia. In Uganda ist es seit 2005 Amtssprache. Bereits 1967 hat sich die Ostafrikanische Gemeinschaft die Förderung des Swahili anstatt des von der britischen Kolonialmacht hinterlassenen Englischen zu einem Ziel gesetzt.

Wir lernen kräftig mit, hier ne Auswahl:

  • Jambo – Hallo
  • Pole Pole – Langsam
  • Karibu – Willkommen oder wie geht’s?
  • Hakuna Matata – Keine Sorge(n
  • Habari – Guten Tag / Wie geht’s
  • Salama – mir geht’s gut
  • Hapana – Nein
  • Ndiyo – Ja
  • Matatu – Minibus
  • Asante Sana – Vielen Dank
  • Pole – Entschuldigung
  • Lala Salama – Schlaf gut / Gute Nacht

Crocodiles, Snakes & Turtles

Nachdem wir gestern schon die Krokodile aus dem ersten Stock des Simba-Houses sehen konnten, statten wir ihnen heute einen Besuch ab. Hab mir ja in meinen Gedanken ausgemalt, wie Carlo seine unliebsamen Besucher wieder los wird. Mal sehen, ob das funktionieren koennte.

Der Eintritt ist schon hoch bei 1.200 Schilling(~11€), gezeigt werden alle Arten von Schlangen von Gift bis Würgeschlangen, Warane, Stachelschweine, Krokodile im Alter von 3 Monaten bis mehreren Jahren und natürliche viele Schildkröten.

Zweck der Farm, das wird schnell klar, ist die Aufzucht der Krokodile, um später die Haut als Handtasche und das Fleisch zu verkaufen. Die knapp 40 großen Krokodile mit 3-4 m Länge sind nur die Zuchttiere. Der Park ist nur nebenbei fuer die Touris da und die Gehege oder Terrarien nicht grad artgerecht. Schade. Am schönsten hatten es die Schildkröten, wo von die größte über 110 Jahre alt war und die kleinste erst wenige Wochen. Schon ein Unterschied nicht nur beim Alter, sondern auch bei der Grösse. Sollte Carlo hier wirklich mal jemanden loswerden wollen, dann wäre das Thema in wenigen Minuten erledigt. Das kleine Stück Fleisch, was wir ins Gehege werfen, löst bei den träge vor sich hinliegenden Tieren einen Aktivitätssturm aus und ist innerhalb von Sekunden verspeist.

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Malindi

Ungefähr hundert Kilometer nördlich von Mombasa an der Küste des Indischen Ozean liegt Malindi (mit etwa 70.000 Einwohnern). Malindi war eine alte Stadt der islamischen Swahilikultur und hatte in der Geschichte chinesische, arabische und portugiesische Einflüsse. Heute konzentriert sich um die Stadt der italienische Küstentourismus in Kenia und es lassen sich viele Pensionäre nieder. Für die in der Stadt lebende italienische Gemeinde (ca 20-30.000) wurde das einzige ausländische Konsulat eingerichtet.

Wir übernachten im Simba House, einem B2B mit 2 Zimmern, welches von Terry und Carlo bewirtschaftet wird. Sehr nett alles, aber irgendwie scary, weil Carlo von seinen Söldnergeschichten aus den 60er Jahren berichtet. Wenn man ihn sieht, möchte man auch nicht mit ihm in Streit geraten. Vom ersten Stock kann man übrigens die 3-4m langen Krokodile der Nachbarsfarm sehen. Carlo meint, mit denen habe er nix zu tun. Kann aber auch für seine unliebsame Gäste ganz unangenehm enden. Mafiastyle! Werden die Farm mal morgen inspizieren und fragen wie und wann gefüttert wird.

Duncan, der von der Brille aussieht wie Steve Urcle (kennt den noch jemand?) engagieren wir als unseren persönlichen TucTuc Service, der uns abends ins neue, eine Woche altes italienische und gut besuchte kleine Restaurant von da Freddi bringt, wo wir gut speisen und in die italienische Welt der Locals und Touris von Afrika eintauchen. Tutto in italiano!

Mombasa

Wir sind ein wenig hin und hergerissen, ob wir die Hafenstadt Mombasa rechts liegen lassen oder doch noch einen kleinen Besuch abstatten. Durchfahren müssen wir eh, also entscheiden wir uns zu einem Besuch der zweitgrößten Stadt in Kenia und der wichtigsten Hafenstadt Ostafrikas. Wir haben wieder Gabriel gebucht, der uns morgens abholt und nach Malindi bringen soll, mit Zwischenstopp in Mombasa.

Mombasa hat ca. eine Million Einwohnern und liegt auf Mombasa Island am Indischen Ozean und ist Hauptstadt des gleichnamigen Countys. Mombasa wurde im 11. Jahrhundert von Arabern gegründet und entwickelte sich rasch durch Elfenbein- und Sklavenhandel zu einer wichtigen ostafrikanischen Handelsmetropole. Vasco da Gama war 1498 einer der ersten Europäer, der in dieser Stadt eintraf. In ihrer Geschichte gehörte die Stadt Portugiesen, Arabern aus dem Oman und den Mazrui, die die Stadt unabhängig erklärten, außerdem mal zum Sultanat Sansibar und wurde dann an die Engländer der Imperial British East Africa Company verpachtet.

Gabriel hat uns telefonisch einen Führer namens Markus organisiert, der die nächsten 2h uns durch die verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Stadt lotst. Auf dem Programm stehen das Fort-Jesus aus dem 16. Jahrhundert, wo wir zufälligerweise Paola aus Nairobi wiedertreffen, die Mombasa-Altstadt, der Großmarkt (Gewürze, Obst, Gemüse u.a.) und das Wahrzeichen die Tusks (Stoßzähne als Torbogen). Alles ganz nett mal gesehen zu haben und Markus schleust uns durch jede Gasse, vorbei an den Jungs, die 80kg schwere Kingfische schleppen und aufgrund des Gewichtes nicht fotografiert werden wollen, den Armen auf der Strasse und den vielen Händlern, die sich freuen mit uns ein Geschaeft zu machen. Aber wir dürfen ja nur 15kg Gepäck mitnehmen und die potentiellen 25 USD pro Kilo, die ich als Rabatt haben will wg Übergepäck macht jedes Geschäft leider, leider zu nichte.