Afrika, Südafrika
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Cluburlaub, Unwetter und Peinlichkeiten

Das Bucceeners Hostel in Cintsa ist eigentlich ein kleiner Robinsonclub fuer Backpacker. Ueberall kleine Huts mit Blick aufs Meer, Volleyballfeld, Swimmingpool, div. Sportmoeglichkeiten, gemeinsames Abendessen und Fruehstueck, eigentlich so wie im Cluburlaub. Ein wenig befremdlich in der Backpackerwelt, aber nett.

Nachdem unsere Fruehaufsteher Bine und Anne mich schon um halb acht geweckt haben, gehen wir zum Strand, lassen uns die Morgensonne bei einem kleinen Morgenwalk auf den Ruecken scheinen. Es ist allerdings sehr, sehr windig, also eher ne Spur zu kalt. Das ist dann neben dem kuehlen Ozean auch der Grund, warum ich mich alleine in die Fluten stuerze, waehrend die Maedels froestelnd hinterherblicken.

Der eigentlich als elegant geplante Absprung in die kommende Welle, misslingt, der Winkel ist ne Spur zu tief und mein Kinn macht Bekanntschafft mit dem sandigen Untergrund. Naja, wird schon keiner gesehen haben, hey schliesslich bin ich ja im Wasser, oder? Als ich nach der kalten Meeresdusche wieder an den Strand komme, koennen die Maedels nur grinsen und lachen. Hahah.

Aber es kommt noch schlimmer! Das riesige leckere Fruehstuecksbuffet ist auf der Sonnenterrase aufgebaut, Bine und ich ergattern einen wunderschoenen Platz mit perfekten Blick aufs Meer, Strand und Lagune. Waer ich mal ne Spur weniger muede, dann ware das kommende Malheur nicht passiert. Fuer 4 Personen habe ich Glaeser mit Osaft gefuellt und jongliere dieses geschickt nach draussen. Zumindest probiere ich das, aergelich dass da aufeinmal die grosse Verandatuer, die die ganze Zeit weit offen war, mir im Wege steht.

Mit einem lauten Knall fliegen die Glaeser auf den Boden, zersplittern dort und der Osaft laueft an der Scheibe herunter und vermischt sich mit den Scherben auf dem Boden. Nun steh ich hier im Mittelpunkt, mindestens 30 Augenpaare bewerten meine Performance. Mag die A-Note nicht so gut gewesen sein, so ist die B-Note in der gleichen Kategorie. Das nennt man hier dann T.I.S. – This is Str*cki.

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Betti hat ihren Schoenheitsschlaf zwischenzeitlich beendet und wir sitzen bis Mittag auf der Terrasse schlemmen, sonnen uns, schlemmen, quatschen, schlemmen,…

Fuer den Abend haben wir uns in dem winzigen Oertchen ein nettes Restaurant gesucht. Ueber den Strand machen wir uns auf den Weg, fuer den Rueckweg sind wir zur Sicherheit mit Taschenlampen und Dot Its ausgeruestet. Hoch auf dem Berg thornt unser Ziel, praktischerweise gibt es hier eine kleine Bergbahn, die uns nach oben bringt. Wirklich das Restaurant hat eine eigene Bahn, befremdlich hier an der armen Wildcoast.

Anne und ich goennen uns die Fischpladde, waehrend Bine und Betti sich die Veggiepladde bestellt haben. Ein Wein aus Paarl, eine nette Atmosphäre, wir kommen ins Quatschen. Irgendwann sind wir die letzten Gaeste und vom weitem koennen wir schon die hellen Blitze des kommenden Unwetters sehen. Dann faengt es zu regnen an. Tja, da sind wir mal sogar nicht draufvorbereitet. Normal waere der Weg zurueck schon herausfordend genug gewesen, aber im Regen, ach was heftigen Sturms???

Die nette Chefin bietet uns an, uns mit dem Auto zu fahren(Taxis gibt’s hier nicht), allerdings muessen wir einmal um die Lagune herum, durch die Berge. Das dauert. Also verzichten wir auf den Nachtisch, quetschen uns in ihr kleines Auto und freuen uns im Trockenen zu sitzen, waehrend der Sturm dicke Regentropfen gegen die Scheiben peitscht und die Umgebung taghell erleuchtet. So erreichen wir schliesslich unseren Club, wo wir das Gewitter auf unserer Terrasse im Trockenen verfolgen koennen.

What a day!

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