{"id":999,"date":"2013-09-02T07:25:02","date_gmt":"2013-09-02T05:25:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xgo.de\/blog\/?p=999"},"modified":"2015-11-12T11:22:59","modified_gmt":"2015-11-12T09:22:59","slug":"lamu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xgo.de\/blog\/?p=999","title":{"rendered":"Lamu"},"content":{"rendered":"<p>Der Lamu-Archipel liegt im Indischen Ozean an der Nordk\u00fcste Kenias und besteht aus 5 Inseln, die 3 wichtigsten sind Lamu, Pate und Manda. Wir bleiben die n\u00e4chsten Tage auf Lamu, einer flachen, etwa 10 \u00d7 6 km gro\u00dfe Sandinsel mit Mangrovenbuchten und einigen Str\u00e4nden.<\/p>\n<p>Der wichtigste Ort des Archipels Lamu Town ist sogar Teil des UNESCO-Welterbes. Die Stadt besteht aus vielen engen Gassen und ist, wenn man sich nicht auskennt ein riesiges Labyrinth. Auf Lamu sind Autos verboten. Die beiden Ausnahmen bilden das Fahrzeug des District Commissioners und ein Krankenwagen, aber die Autos k\u00f6nnen eh kaum fahren, weil die Gassen zu eng sind. Der Transport von Waren und Personen wird daher mit Booten abgewickelt oder aber mit den dreitausend Eseln, die unter anderem das Inselbild pr\u00e4gen. Was dem einen sein Golf oder Mofa ist, ist dem anderen sein Esel. Die Tiere sind \u00fcberall und laufen frei wie kleine Taxis durch die Gegend.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDie N\u00e4he zu Somalia brachte Lamu 2011 in schlechte Schlagzeilen, 3 Touristen wurden auf der n\u00f6rdlich, aber kaum besuchten Insel Kiwayu von somalischen Piraten und Banditen gekidnappt und leider tragisch verstarben. Die internationale Gemeinschaft und auch Kenia patrouilliert nun verst\u00e4rkter die K\u00fcsten, sodass es aktuell ruhig ist. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.xgo.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/20130831-093712.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.xgo.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/20130831-093712.jpg?w=840\" alt=\"20130831-093712.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zur\u00fcck zur Insel, diese ist von einigen kulturellen Einfl\u00fcssen gepr\u00e4gt: Swahili, die Lamu mit ihrer Sprache und ihrer Kunst pr\u00e4gten. Portugiesen, die mit Kriegsschiffen Lamu belagerten und die Insel beherrschten. Deutsch, weil gegen Ende des 19. Jahrhunderte man mal die F\u00fchler f\u00fcr 3 Jahre ausstreckte und eigens ein deutsches Postamt gegr\u00fcndet hatte und britisch, weil diw Deutschen den Briten mit dem Helgoland-Sansibar-Vertrag alles \u00fcberlassen hatten und schliesslich bon arabischen H\u00e4ndler aus dem Oman, die der Insel nicht nur Waren, sondern auch den Islam brachten. Heute bekennt sich fast die gesamte Inselbev\u00f6lkerung zum Islam. Es gibt viele Moscheen und der Muezin ruft 5 Mal am Tag, das erste Mal um 5 Uhr morgens.<\/p>\n<p>Als wir hier durch die Gassen wandeln, wird Amore von einer in schwarz geh\u00fcllten Dame zugerufen: <em>I like your dress, at the end of your stay, you can give it to me and I can give it to somebody else&#8230;<\/em>. Klar! Sonst sind wir hier sehr herzlich empfangen worden. Die Kleinen auf der Strasse spielenden Kinder rufen uns zu, <em>welcome to Lamu<\/em>, die \u00e4lteren Einwohner haben immer ein freundliches <em>Jambo<\/em> auf den Lippen und man hat sehr, sehr selten das Gef\u00fchl das jemand dabei einen gesch\u00e4ftlichen Hintergedanken hat.<\/p>\n<p>Wir wohnen im kleineren Ort Shella, der 30 Minuten vom Lamu Town entfernt liegt. Die Stadt ist weniger hektisch, eine Spur sauberer, aber ebenso ein Labyrinth von Gassen und Eseln. Wir haben uns ein Haus gebucht, unser Fishermen-House erstreckt sich \u00fcber 3 Etagen, 2 Schlafzimmer und zwei Terrassen mit Blick aufs Wasser. Herrlich, wird aber noch besser die n\u00e4chsten Tage.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.xgo.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/20130830-084053.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.xgo.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/20130830-084053.jpg?w=840\" alt=\"20130830-084053.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Lamu-Archipel liegt im Indischen Ozean an der Nordk\u00fcste Kenias und besteht aus 5 Inseln, die 3 wichtigsten sind Lamu, Pate und Manda. Wir bleiben die n\u00e4chsten Tage auf Lamu, einer flachen, etwa 10 \u00d7 6 km gro\u00dfe Sandinsel mit Mangrovenbuchten und einigen Str\u00e4nden. Der wichtigste Ort des Archipels Lamu Town ist sogar Teil des UNESCO-Welterbes. Die Stadt besteht aus vielen engen Gassen und ist, wenn man sich nicht auskennt ein riesiges Labyrinth. Auf Lamu sind Autos verboten. 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