{"id":803,"date":"2012-11-30T00:50:24","date_gmt":"2012-11-29T22:50:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xgo.de\/blog\/?p=803"},"modified":"2015-11-26T11:03:31","modified_gmt":"2015-11-26T09:03:31","slug":"mit-dem-beach-buggy-nach-paracudo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xgo.de\/blog\/?p=803","title":{"rendered":"Mit dem Beach Buggy nach Paracudo"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.xgo.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/20121127-195407.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.xgo.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/20121127-195407.jpg?w=840\" alt=\"20121127-195407.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\nNach dem Kiten und Relaxen am Strand von Cumbuco starten wir ein neues Abenteuer. Wir haben einen Beach Buggy gemietet und wollen uns damit an der langen Sandk\u00fcste bis nach Paracudo durchschlagen, sind zwar nur 45km, aber die Tour wird spannend werden.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich um 7.30 wird uns der Buggy von Raimundo gebracht, wir d\u00fcrfen zwischen zweien w\u00e4hlen, nach der ersten Probefahrt ist klar der Ferrarirote soll es sein, der andere lie\u00df sich von mir trotz mehrerer Versuche nicht starten. Wir verstauen unsere Rucks\u00e4cke, holen beim ATM noch ein wenig Geld, laden unsere Handykarte auf und kaufen noch zwei Croissants als Fr\u00fchst\u00fcck.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.xgo.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/20121127-195257.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.xgo.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/20121127-195257.jpg?w=840\" alt=\"20121127-195257.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><br \/>\nVon der geteerten Strasse, die Cumbuco gen Nordwesten verl\u00e4sst, biegen wir ab zum Strand. Im pulvrigeren Sand l\u00e4sst es sich gleich schwerer fahren, sobald wir aber den festen Sand erreicht haben, gleiten wir dahin. Es ist Ebbe und daher gut zu fahren. Immer einer Buggy-Spur folgendend fahren wir laut knatternd ges\u00e4umt von Palmen zur linken und dem Atlantik zur rechten dem Wind nach. Nach ca. 3km stockt der Motor pl\u00f6tzlich und l\u00e4sst sich nicht mehr starten. Oh je. Trotz mehrerer Anlassversuche streikt die Kiste weiterhin. Viele M\u00f6glichkeiten haben wir nicht, ich tippe mal auf fehlendes Benzin und Gott sei Dank haben wir 1,5 Liter Notfall Benzin in einer Colaflasche dabei, die wir entsprechend entleeren.<\/p>\n<p>Neustart. Oh Wunder die Karre springt an. Wir entschlie\u00dfen uns umzukehren und erstmal richtig aufzutanken. Der Buggy hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel, die Tankanzeige zeigt wohl immer voll an, der Blinker ist im Arsch, die Hupe fehlt, die Lenkung hat ein wenig Spiel und der Fahrersitz l\u00e4sst sich nicht ganz nach hinten schieben. Aber bei Tempo 20 km\/h am Strand sollte es eigentlich passen. <!--more--><\/p>\n<p>An der Tanke zeigt sich, dass der rote Flitzer durstig war und wir f\u00fcllen ordentlich auf. Ein neuer Versuch. Amore sagt beim Abbiegen zum Strand noch, <em>dann kann ja jetzt nix mehr passieren<\/em> und wir d\u00fcsen wieder los. Weit kommen wir aber nicht (1,5km), da  blinkt uns mit der Lichthupe ein grosser silberner Toyota 4&#215;4 an. Sehr nett, ich dachte der will mir die Spur freigeben an einer engeren Passage. Nix da, es ist die Polizei. Fabio Melo und sein Kollege Evanilson machen mal eben Fahrzeugkontrolle. <em>Einmal die Papiere bitte<\/em>. Tja, mit deutschem F\u00fchrerschein kann ich dienen, mein internationaler ist abgelaufen und liegt zuhause. Fahrzeugpapiere hat mir Raimundo nicht gegeben, seiner Meinung nach brauchen wir die nicht, genauso wenig wie nen F\u00fchrerschein. Denkste! Fabio besteht auf die Regeln, w\u00e4hrend Evanilson gelangweilt pr\u00fcft, ob sein bestes St\u00fcck noch da ist. So k\u00f6nnen wir erstmal nicht weiterfahren, aber zumindest sagt er im gebrochenen Englisch <em>with you Mister is everything alright<\/em>. <\/p>\n<p>Amore entspannt sich daraufhin und holt erstmal das Essen raus und beginnt seelenruhig zu fr\u00fchst\u00fccken. Ich warte ja eigentlich nur drauf, dass hier gleich Scheine den Besitzer wechseln, aber so weit kommt es nicht. Zwei Telefonate sp\u00e4ter, Raimundo hat seinen Einlauf kassiert und Fabio hat mit Cheffe gesprochen, juckeln wir hinter der Polizei zur\u00fcck zum Startort. Auf meine Bitte &#8222;Devagar, Devagar&#8220; auch im gem\u00e4chlichen Tempo.<\/p>\n<p>Am Ortseingang wartet dann Raimundo schon, ein paar Worte werden gewechselt und nun k\u00f6nnen wir weiterfahren, alle Probleme sind gel\u00f6st. Unsere Vorg\u00e4nger haben nun wohl die Papiere verbummelt und das wurde der Polizei auch gemeldet. Achja! Nun gut, mit Fabio sind wir Freunde geworden, sein Neffe liegt in der Reha in D\u00fcsseldorf und Fabio ist sehr zufrieden mit den Deutschen. Da wir ja immer noch keine Papiere haben, lassen wir uns von Fabio noch seine Handynummer geben, er regelt das dann in Zukunft f\u00fcr uns, falls wir noch mal angehalten werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.xgo.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/20121127-222632.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.xgo.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/20121127-222632.jpg?w=840\" alt=\"20121127-222632.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die beiden Zwischenf\u00e4lle haben wertvolle Zeit gekostet, wir m\u00fcssen wirklich los, da wir nur bei Ebbe das Ziel erreichen k\u00f6nnen. Das Wasser steigt schon wieder. Zweimal bleiben wir noch im weichen Sand stecken, Amore schiebt mich aber immer an und wir sind schnell wieder im Rennen. Die Polizeistreife, die uns kurz drauf passiert, hat diesmal kein Interesse an uns.<\/p>\n<p>Ab und an machen wir kurz nen Fotostop, \u00fcberqueren spritzend kleine Fl\u00fcsse und kommen Paracuda immer n\u00e4her. Kurz vor dem Ziel sehen wir ein gro\u00dfes Schiff, welches wohl gestrandet ist und mit gro\u00dfem Eifer von mehreren Baggern freigeschaufelt wird. Wir sind mit der Openstreetmap auf dem Iphone ausger\u00fcstet (kein Roaming!) und die App CityMaps2Go zeigt uns immer unsere Position an. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.xgo.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/20121127-195306.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.xgo.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/20121127-195306.jpg?w=840\" alt=\"20121127-195306.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<p>Weit ist es nicht mehr, eine gro\u00dfe Sandd\u00fcne ergie\u00dft sich ins Wasser und versperrt den Weg. Wir machen erstmal ein paar Fotos und pl\u00f6tzlich wie aus dem Nix ist die Polizei wieder da. Kann doch nicht sein! Diesmal werden wir nur kurz ermahnt nicht weiterzufahren, da die D\u00fcne unter Naturschutz steht, ups wussten wir nicht. Mit der Ermahnung k\u00f6nnen wir leben. Der Ort ist gr\u00f6sser als Cumbuco, aber ansonsten ausgestorben, wir haben aber viele Kitesurfer am Strand gesehen. In der sch\u00f6nen Pousada Sol e Lua erholen wir uns kurz, uns ziehts zur\u00fcck zum Strand, wo wir mit den F\u00fcssen im Wasser frische Langusten genie\u00dfen, am leeren Strand relaxen und von der besagten D\u00fcne den Sonnenuntergang bewundern.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.xgo.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/20121127-221928.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.xgo.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/20121127-221928.jpg?w=840\" alt=\"20121127-221928.jpg\" class=\"alignnone size-full\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Kiten und Relaxen am Strand von Cumbuco starten wir ein neues Abenteuer. Wir haben einen Beach Buggy gemietet und wollen uns damit an der langen Sandk\u00fcste bis nach Paracudo durchschlagen, sind zwar nur 45km, aber die Tour wird spannend werden. 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