{"id":341,"date":"2010-11-05T17:13:27","date_gmt":"2010-11-05T15:13:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xgo.de\/blog\/2010\/11\/05\/mekong-delta\/"},"modified":"2015-11-10T20:00:55","modified_gmt":"2015-11-10T18:00:55","slug":"mekong-delta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xgo.de\/blog\/?p=341","title":{"rendered":"Mekong Delta"},"content":{"rendered":"<p>Wir verlassen auf der Suche nach neuen Abenteuern Ho Chi Minh City Richtung Mekong Delta. Gestern Abend stellte sich raus, dass unsere geplante Route durchs Mekong Delta nicht in der Zeit realisierbar war, wie wir uns das vorgestellt haben, aber wir haben uns einen guten Plan B zusammengestellt. Mal wieder geht&#8217;s fr\u00fch aus den Federn und mit dem Bus zum ersten Seitenarm des Mekong, das ist allerdings eine langwierige Angelegenheit. Die Strassen sind voll und der Bus langsam, langsam, langsam. Bei der \u00dcberquerung der zahlreichen Br\u00fccken h\u00e4tte es sich manchmal angeboten zu schieben. Au\u00dferdem sind die Strassen bedingt eben und der Bus nicht so toll gefedert, wir werden gut durchgesch\u00fcttelt.<\/p>\n<p>Wir steigen schlie\u00dflich um aufs Boot. Der Flussarm ist schon sehr breit hier und f\u00fchrt sagen wir mal viel braunes Wasser. Sauber ist der Fluss hier garantiert nicht mehr, hat er auf seiner 4.500km langen Reise doch viel M\u00fcll und Kloake aufnehmen m\u00fcssen. Trotzdem siedelt hier ein Gro\u00dfteil der Einwohner Vietnams, dank der vielen Reisfeldern, die diese Gegend zu einer Schatzkammer machen. Wer nicht auf dem Land lebt, hat sich am Wasser auf Stelzen kleine Wellblechbaracken gebaut oder wohnt gleich auf einem B\u00f6tchen. Das Leben findet hier direkt am Fluss statt, sich und die Klamotten im Fluss waschen inklusive. Manchmal unvorstellbar wie die Bewohner hier trotzdem zufrieden und gl\u00fccklich leben. Einige k\u00f6nnen es sich sogar leisten, sich ein schmuckes ca. 3m breit, 10m lang und 3 Stockwerke hohes Haus so ne Art Palast zu bauen. Wer das kann &#8211; eine Minderheit &#8211; hat dann aber immer eine riesige Dachterrase zum Fluss und kann auf die Wellblechhuetten seiner Nachbarn schauen.<\/p>\n<p>Wir schippern zu einer Insel, wo sich eine kleine Candy-Manufaktur befindet. In Handarbeit werden Kokosn\u00fcsse gemahlen und der Saft eingekocht. Die klebrige Masse wird dann zu einer Art Maoam verarbeitet und per Hand eingepackt, ganz lecker, aber viel zu suess.<\/p>\n<p>Wir treffen Magdalena und Paul aus Wien (selten, dass man Oesis trifft) und machen eine l\u00e4ngere Mittagspause zusammen. Nach dem Essen leihen wir uns ein paar Fahrr\u00e4der aus und erkunden die Insel. In den S\u00fcmpfen und der dichten, gr\u00fcnen Vegetation sind unregelm\u00e4\u00dfig bunte Gr\u00e4ber aus Stein angelegt. Sieht ein wenig aus wie bei Monkey Island 2. Zur\u00fcck am Mekong wechseln wir die Boote und steigen in kleinere Kanus und lassen uns flussabw\u00e4rts durch kleine mit Palmenwedeln s\u00e4umende Kan\u00e4le chauffieren. Hat ein wenig was von den Gondeln in Venezia. Amore bekommt auch ihren ersten typischen Vietnam-Hut.<\/p>\n<p>Das Ziel ist eine Bienenfarm, wo wir gleich den frischen Honig aus den Waben probieren. Lecker ist auch der Tee mit Honig und frischer Kalamansi, einer kleinen Zitrus \u00e4hnlichen Frucht, die nach orange schmeckt. Zur\u00fcck am Ufer steigen wir um in den Bus nach Can Tho, dem heutigen Reiseziel, wo wir abends am Mekong ein herrliches Tisch BBQ mit Fleisch, Fisch und Schrimps genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag geht&#8217;s schon um sechs Uhr aus dem Bett, wir wollen den &#8222;Floating Market&#8220; von Cai Rang besuchen. Fr\u00fch morgens ist hier am Meisten los, da die H\u00e4ndler die Mittagssonne meiden. Gute 50 Minuten fahren wir &#8211; in \u00fcbrigens gegen\u00fcber HCMC angenehmer Stille &#8211; mit dem Boot bis die ersten H\u00e4ndler auftauchen. Gleich legt der erste l\u00e4ngsseits an und verkauft einen wachmachenden Kaffee. Angeboten werden diverse Gem\u00fcse und vor allem Fr\u00fcchte von Dragon- oder Jackfruits, Mangos oder Papayas, von Wassermelonen bis hin zu Bananen. Ich g\u00f6nne mir eine herrlich frische und s\u00fc\u00dfe Ananas, die direkt vor mir filetiert wird.<\/p>\n<p>Zwei Stops machen wir bis zum Mittag, beim Ersten schauen wir uns an wie handwerklich Reisnudeln hergestellt werden und beim Zweiten besuchen wir eine Obstplantage, wo die ganzen Fr\u00fcchte, die wir heute auf dem Markt gesehen haben angebaut werden. Das Mekong Delta hat schon einige kulinarische Sch\u00e4tze zu bieten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir verlassen auf der Suche nach neuen Abenteuern Ho Chi Minh City Richtung Mekong Delta. Gestern Abend stellte sich raus, dass unsere geplante Route durchs Mekong Delta nicht in der Zeit realisierbar war, wie wir uns das vorgestellt haben, aber wir haben uns einen guten Plan B zusammengestellt. Mal wieder geht&#8217;s fr\u00fch aus den Federn und mit dem Bus zum ersten Seitenarm des Mekong, das ist allerdings eine langwierige Angelegenheit. Die Strassen sind voll und der Bus langsam, langsam, langsam. Bei der \u00dcberquerung der zahlreichen Br\u00fccken h\u00e4tte es sich manchmal angeboten zu schieben. Au\u00dferdem sind die Strassen bedingt eben und der Bus nicht so toll gefedert, wir werden gut durchgesch\u00fcttelt. Wir steigen schlie\u00dflich um aufs Boot. Der Flussarm ist schon sehr breit hier und f\u00fchrt sagen wir mal viel braunes Wasser. Sauber ist der Fluss hier garantiert nicht mehr, hat er auf seiner 4.500km langen Reise doch viel M\u00fcll und Kloake aufnehmen m\u00fcssen. 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