{"id":1494,"date":"2005-11-06T19:25:31","date_gmt":"2005-11-06T17:25:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xgo.de\/blog\/?p=1494"},"modified":"2015-12-06T19:26:39","modified_gmt":"2015-12-06T17:26:39","slug":"montevideo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xgo.de\/blog\/?p=1494","title":{"rendered":"Montevideo"},"content":{"rendered":"<p>In der Hauptstadt der Republik Uruguay, die 1726 gegr\u00fcndet wurde, nachdem Portugal aus einem von ihnen 1724 erbauten Fort vertrieben worden war, treffe ich am fr\u00fchen Abend ein. Wie auch Buenos Aires, liegt Montevideo am M\u00fcndungstrichter des Rio de la Plata, insgesamt lebt ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung hier, ca. 1,4 Mio. Einwohner.<!--more--><\/p>\n<p>Mit dem Remisas, einer Art Taxi, das man zum Pauschalpreis am Busbahnhof bucht, fahre ich zum Red Hostel, ein erst im Oktober eingeweihtes Hostel. Ein stattlicher Altbau mit ungef\u00e4hr vier Meter hohen Decken. Alles sehr nett eingerichtet, vor allem sehr cool ist der Kamin, der sozusagen der Mittelpunkt des Hostels ist. Einfach sehr gem\u00fctlich. <\/p>\n<p>Da ich sehr m\u00fcde bin, beschr\u00e4nkt sich der erste Abend mit einem kurzen Besuch der Avenida 18 de Julio und einem kleinen Pizzasnack. Als ich grad ins Bett verschwinden wollte, h\u00e4lt mich Joey aus Canada davon ab und wir zischen gem\u00fctlich ein paar Bierchen am Kamin.<\/p>\n<p>Montevideo ist nicht die Metropole wie Buenos Aires, daf\u00fcr aber um einiges \u00fcberschaubarer. Die Stadt hat seit Anfang des 19. Jahrhunderts wiederholt durch Belagerungen und Bombardements durch England, Spanien, Portugal, Brasilien und Argentinien gelitten und konnte sich erst nach der Unabh\u00e4ngigkeit frei entfalten.<\/p>\n<p>War es gestern schon wieder so frisch drau\u00dfen, da\u00df man die Jacke brauchte, ist heute wieder T-Shirt-Wetter angesagt. Zusammen mit Su(sann)e mache ich mich auf den Weg in die Altstadt, auf der Av. 18 de Julio Richtung Plaza Independencia, dann weiter Richtung Hafen. Auf der Rambla Francia und Rambla Gran Breta?a kann man bei diesem herrlichen Wetter direkt am Ufer des R&iacute;o de la Plata flanieren. <\/p>\n<p>Mittags um zw\u00f6lf, als wir gerade das Theater Sol&iacute;s besichtigen wollen, kriegen wir noch eine Wachabl\u00f6sung mit, die laut musizierend durch die Strassen zieht. Der neoklassizistische Bau von 1956 ist ein verkleinerter Nachbau des Saals der Scala in Mailand. Das Theater erstrahlt echt sch\u00f6n in einem neuen Glanz, da es gerade renoviert wurde. Allerdings find ich das Theater Col&oacute;n in Buenos Aires dann doch noch beeindruckender. <\/p>\n<p>Nach einem kurzen Abschiedsdrink mit Sue trennen sich unsere Wege, sie f\u00e4hrt zur\u00fcck nach Cordoba und ich setze meine Besichtigungstour durch die Altstadt fort. Durch die Calle Sarand&iacute;, wo man noch Reste der Stadtmauer betrachten kann, gelangt man auf den Plaza Constituci&oacute;n an dem weitere wichtige koloniale Geb\u00e4ude wie z. B. das Cabildo stehen. <\/p>\n<p>Ich schlage den Weg ein zum Mercado del Puerto, der wie der Name schon sagt, am Hafen liegt. Die Markthalle ist einer der sch\u00f6nsten Orte der Altstadt. In der Halle werden auf vielen meist meterlangen Grills die leckersten Fleisch- und Fischgerichte angeboten. Ein Stand reiht sich an den anderen. \u00fcberall riecht es nach leckerem frischgegrillten Fleisch. Man k\u00f6nnte den Platz auch als die H\u00f6lle f\u00fcr Vegetarier bezeichnen. Es gibt als vegetarische Zutaten nur Paprika und Kartoffeln.<\/p>\n<p>An einem der langen Tresen nehme ich Platz, kann ich mir doch so eine Kulinarit\u00e4t nicht entgehen lassen. W\u00e4hrend vor mir auf dem Holzkohlegrill (bisl mehr als einen Meter entfernt) das leckere Asado medium zubereitet wird, klampfen in der N\u00e4he drei Gitarrenspieler an ihrem Instrument und klagen \u00fcber das Leid mit den Frauen und und \u00fcber das Leben. <\/p>\n<p>Man sagt, da\u00df die Markthalle, die an ein Bahnhofsdach erinnert, einst aus Frankreich nach Buenos Aires gebracht werden sollte. Allerdings soll die Halle versehentlich in Montevideo ausgeladen und aufgebaut worden sein. Nette Story, aber leider nicht wahr.<\/p>\n<p>Vorbei am Hafen trete ich den R\u00fcckweg an, zwischendurch Besichtigung der Kathedrale und des milit\u00e4risch-pomp\u00f6sen Mausoleums am Plaza Independencia, wo auch ein riesiges Reiterstandbild f\u00fcr den uruguayischen Nationalhelden Jos&eacute; Gervasio Artigas steht. <\/p>\n<p>Zusammen mit Graham von Neuseeland und David aus Australien trinken wir gem\u00fctlich ein paar Bierchen, eigentlich wollen wir uns noch ins Nachtleben st\u00fcrzen, leider regnet und st\u00fcrmt es drau\u00dfen so gewaltig, da\u00df wir das Thema mal abhaken. Trotzdem ein netter und gem\u00fctlicher Abend im Hostel. Aber warum haben die Aussies immer so nen schlecht verstehbaren Akzent? <\/p>\n<p>Meine geplante R\u00fcckfahrt mit dem Schnellboot nach Buenos Aires kommt leider nicht zu Stande, ausnahmsweise am Samstag f\u00e4hrt das 11.30 Uhr Boot nicht. Toll, wenn ich nicht bis abends 19 Uhr auf die Abfahrt warten will, mu\u00df ich doch nochmal mit dem Bus nach Colonia, um von dort das Boot zu nehmen. \u00e4rgerlich somit f\u00e4llt mein geplantes Shopping in Buenos Aires flach. Aber kann man nun mal nicht \u00e4ndern&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Hauptstadt der Republik Uruguay, die 1726 gegr\u00fcndet wurde, nachdem Portugal aus einem von ihnen 1724 erbauten Fort vertrieben worden war, treffe ich am fr\u00fchen Abend ein. Wie auch Buenos Aires, liegt Montevideo am M\u00fcndungstrichter des Rio de la Plata, insgesamt lebt ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung hier, ca. 1,4 Mio. 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