Alle Artikel mit dem Schlagwort: Apulien

Castel del Monte

Wir besuchen das nächste UNESCO Weltkulturerbe, das Castel del Monte (ursprünglich castrum Sancta Maria de Monte), eine Burg, die wie eine steinerne Krone auf einem Hügel in 540 Meter Höhe in der westlichen Murge-Hochebene in Apulien thront.  Das imposante Bauwerk aus der Zeit des Stauferkaisers Friedrich II., der nicht nur Deutscher König, römischer Kaiser, König von Jerusalem war, sondern auch schon als 3-Jähriger in Palermo zum König über Sizilien gekrönt wurde, wurde von 1240 bis um 1250 errichtet, wahrscheinlich aber nie ganz vollendet.  Von welcher Seite man sich Castel del Monte auch nähert, der mächtige vollkommen systemetrische, achteckige Bau mit einen Kranz von ebenfalls achteckigen Türmen erscheint immer gleich. Wir gehen den offiziellen Weg und sind dankbar, daß wir in der Nebensaison da sind, so können wir bis zum Ende der Strasse fahren und dann elegant parkieren.  Von außen wirklich imposant und beeindruckend, der Architekt mußte über bemerkenswerte mathematische Kenntnisse verfügt haben. Die Innenräume sind hingegen kahl und kalt, liegt daran, dass die ursprüngliche Marmorverkleidung der Wände und die gesamte Inneneinrichtung im 16. Jahrhundert entfernt wurde. Rätselhaft …

Nonna Ida und die Orecchiette

Jetzt wird es kulinarisch, wir lernen heute die Kunst der Pasta Herstellung. Nonna Irma, 75 Jahre alt, bringt uns bei wie die Orecchiette hergestellt werden. Die Orecchiette sind eine Pasta-Art, die hier aus der Region stammt und ausschaut wie ein Öhrchen. Man nennt sie daher auch Orecchiette pugliesi. Sie sind eigentlich das Symbol der Stadt Bari, werden jedoch in allen Teilen Apuliens verzehrt und sind wie ein Nationalgericht. Die Orecchiette werden aus semola di grano duro (Hartweizengrieß) hergestellt und sind hutförmig, 2 bis 3 Zentimeter im Durchmesser und haben einen verdickten umlaufenden Rand und eine leicht gerunzelte Oberfläche. Ganz geduldig erklärt uns Nonna Ida, wie der Teig gemixt wird und welche Konsistenz dieser haben muss. Dann wird es kompliziert, nur mit einem Messer erhält die Pasta ihre Form. Die Nonna produziert in atemberaubender Geschwindigkeit die Orecchiette, während wir uns langsam mit der Technik vertraut machen. Letztendlich ist der Teig verarbeitet, die Pasta gekocht und mit leckeren Sugo (Tomatensauce) sowie allerlei Leckereien wie Oliven in unterschiedlichen Variationen genießen wir ein wunderbares Abendessen. Danke Nonna Ida.

Salento 2/2 (Apulien)

Wir werden bei unserem Besuch in Salento nicht alles besuchen können, dafür kommen wir einfach zu langsam voran, Autobahnen gibt es hier unten nicht mehr und die Landstrassen sind tempobeschränkt.  Selbstverständlich steht die Hauptstadt Lecce auch auf unserem Programm, wir spazieren durch die süsse barocke Altstadt, die auch „Florenz des Rokoko“ oder „Florenz des Südens“ genannt wird. Im Umland von Lecce wird ein weicher Tuffstein abgebaut, der die rasche Ausbreitung des Lecceser Barocks ermöglichte, dessen zahlreiche Bauwerke in der Stadtmitte zu bewundern sind. Wir geniessen apulische Spezialisten und einen Aperitivo mitten in den Gassen als neben uns eine Prozession vorbeizieht.  Das nächste Highlight wird Ostuni sein, welches etwa acht Kilometer landeinwärts von der Küste der Adria liegt. Der Ortskern liegt auf drei Hügeln mit Blick auf die Olivenhaine vor der Adriaküste auf einer durchschnittlichen Höhe von 223 Metern. Wir wandeln durch die hervorragend erhaltene Altstadt mit ihrem Gewirr von Gassen und Stiegen zwischen den typischen weiß gekalkten Häusern und nehmen in einem kleinen Restaurant auf einer langen Treppe Platz für einen Mittagssnack. Herrlich. Am nächsten …

Salento 1/2 (Apulien)

Nach unserer ganzen Werkstätten-Odyssee wagen wir an einem Samstag nun doch die Reise nach Apulien, mit dem neuen Citroen C4 Picasso haben wir ein Raumschiff, also viel Platz und damit sollte der Trip doch zu machen sein. Wir wollen es mal gemächlich angehen, das erste Etappenziel liegt nur vier Stunden entfernt und wir wollen mal schauen wie die Kids die Fahrt im neuen Auto mitmachen. Die Große ist seit wenigen Wochen ohne Windel und meldet sich sich immer regelmäßig, wenn Pipi oder Kaka gemacht werden müssen. Auf den ersten 100km halten wir dann auch gleich dreimal an, bis dann auch endlich das Geschäft erfolgreich durchgeführt werden konnte. Madame war wählerisch bei den Autogrill-Toiletten. In Camerano, nähe von Ancona, beziehen wir eine Masseria, die auf den Bilder im Internet wunderschön ausschaute, was teilweise ja auch stimmte, nichtsdestotrotz lag Ikea am Horizont in Sichtweite. Eher uncool. In Sirolo halten wir abends am Strand dann die Füße in die Adria und trinken unseren ersten Sundowner. So kann es weitergehen.  Die nächste Etappe liegt 4,5h entfernt, heute gehts nach …