Europa, Italien
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Gargano

Wir starten durch zum Gargano, ein nördliches Vorgebirge Apuliens an der Ostküste Italiens, der auch als der Sporn des italienischen Stiefels bezeichnet wird und tanken noch mal voll, bevor wir die Halbinsel betreten. Ein schlauer Entschluss, über zehn Cent pro Liter kostet der Treibstoff in Gargano mehr. 

Wir quartieren uns im ehemaligen Fischerdorf Vieste ein, welches auf einer Felsspitze thront und  bekannt für seinen alten typisch mittelalterlich Ortskern ist. Vor den Toren des Stadtzentrumslockt der 3km lange fein goldige Sandstrand von Pizzomunno südlich von Vieste gelegen. Über Booking.com haben wir uns nach Ferienwohnungen und -häusern umgeschaut, vieles ist um die Jahreszeit Anfang Oktober schon nicht mehr verfügbar – einfach bereits winterfest.

Schöne Übersetzung

Eine Ferienwohnung direkt in Strandnähe und mit Meerblick sagte uns zu, ein direkter Anruf beim Besitzer und wir konnten die Zweizimmer-Ferienwohnung für 50 € die Nacht mieten. Wir werden herzlich empfangen und stellen fest, daß die Wohnung zu einer Ferienanlage gehört, aber neben uns gibt es nur noch ein anderes Paar, welches den Spätsommer hier ausklingen läßt. Ruhe pur, aber alles da, sogar nen Spielplatz und ne Waschmaschine. 

Die Besitzer sind sehr freundlich und beschenken uns mit frisch zubereiteter Pizza, frischen selbst angebauten Gemüse und eigenem Olivenöl. Tagsüber verbringen wir die Zeit gerne am Strand, ohne Wind läßt es sich super aushalten, kommt der Wind ist es ein weniger frischer und nur noch 22 Grad warm, aber ideal um unseren Drachen steigen zu lassen.

Ausflüge gehen abends in Zentrum von Vieste, unsere Große erfreut sich an den aufgebauten Karussells, wir an einem Gelato.

Tagsüber erkunden wir gerne auch die Umgebung. Schon vor ca. 30 Jahren berichtete mir meine Schwester vom schönen Fischerdörfchen Peschici, wir sind nur 30 min entfernt, los gehts. Dank unserem Auto klettern wir die Serpentinen elegant zu diesem 100m hohen Kalkfelsen hoch und besuchen das malerische Fischerdorf mit den weiß getünchten Häusern vor dem strahlenden Blau des Mittelmeeres.

In der Mittagshitze gönnen wir uns eine leckere Pasta, einen kleinen Wein und blicken dem Treiben auf der Piazza zu. Ehrlicherweise ist nichts los, wir waren froh überhaupt ein offenes Restaurant gefunden zu haben, die Saison ist schon längst vorbei. Aber die Ruhe tut auch gut.

Was wir uns entlang der Küste des Gargano unbedingt noch anschauen wollen, sind die die klassischen noch aus Holz errichteten Trabucci, Fischfangeinrichtungen – auch Fischergalgen bezeichnet – mit denen von einer Plattform aus ein Netz in die See abgesenkt wurde und passierende Fische durch rasches Hochziehen des Netzes gefangen werden konnten.

Mittlerweile beliebte Ausflugsziele und bekannt für frische Frutti di Mare. Leider ist die Saison auch hier schon vorbei, zu gerne hätten wir frischen Fisch mit Blick aufs Meer genossen. 

Trabucco di Monte Pucci

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