Asien, Vietnam
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Hói An

Die Fahrt geht weiter nach Hói An. Verlassen haben wir Huế bei Regen gen Sueden und der Wetterbericht sagte eigentlich gutes Wetter im Norden und den Monsum im Suedosten voraus. Also schlecht fuer uns. Die Strasse schlaengelt sich ueber Berge, dann wieder entlang der Kueste mit seinen Straenden. Der Himmel ist dunkelgrau, das Meer ist aufgewuehlt und die weissen Wellen peitschen auf den Strand. Zwischen Huế und dem südlicher gelegenen Đèo Hải Vân verläuft der Wolkenpass, der eine ausgeprägte Wetterscheide zwischen dem Norden und Sueden ist. Eigentlich soll dieser Pass traumhaft sein, aber jetzt im Winter lohnt sich der einstuendige Umweg wohl nicht, da alles wolkenverhangen ist. Wir fahren mit dem Bus durch den Tunnel. Und siehe da, auf der anderen Seite laechelt uns die Sonne aus den Wolken entgegen.

Die Stadt Hói An war Jahrhunderte lang einer der wichtigsten Seehäfen Südostasiens. Im Thu-Bon-Fluss ankerten Segelschiffe aus China, Japan, Indien und Europa. Chinesische und japanische Händler siedelten sich an und ließen Tempel und Pagoden errichten. Die kleinen Altstadthäuser verströmen einen morbiden Charme. In winzigen Läden, Schneidereien, Galerien und Werkstätten werden Kunsthandwerk, Klamotten und Bilder angeboten. Fast mediterran wirkt Hoi An in der Abenddämmerung. Die Touristen nehmen in den Straßenrestaurants Platz und lassen sich gegrillte Leckereien des Meeres schmecken. Dazu gibt es Bia Hoi, selbstgebrautes Bier, was es hier an jeder Strassenecke fuer einen Appel und nen Ei zu kaufen gibt (4.000 Dong = 0,14 EUR).

Amore fuehlt sich wie zuhause in Venedig. Ueberall sind Lapillons aufgehaengt, deren buntes Licht sich im Wasser spiegelt. Die Stadt ist schoen geschmueckt, schliesslich ist Vollmondfest. Die Altstadt ist abends für Mopeds gesperrt und wird zur Fußgängerzone. Im Fluß schwimmen bunt beleuchtete Drachen und eine grosse Schildkroete. Viele kleine Papierboote, werden zu Wasser gelassen, die den Schein des Kerzenlichtes davon tragen. Auch wir lassen zwei Schiffe schwimmen und die beiden treiben eng nebeneinander den Fluss Richtung Meer hinab. Vor 5 Tagen waren die Strassen am Fluss noch bis zu einem Meter hoch ueberflutet und auch jetzt schwappt das Wasser teilweise bis zu 5cm ueber die Ufer. Sieht eben aus wie Acqua Alta auf asiatisch.

Wir haben ein super Hotel, das Long Life Riverside Hotel, (war mal wieder ne Empfehlung) und werden herzlichst empfangen, das Zimmer wurde fuer unseren Honeymoon hergerichtet.  😉 Das Zimmer ist toll geschmueckt, ueberall Rosen, frische Fruechte, ein Kuchen, eine Flasche Wein. Beim Fruehstueck blicken wir auf den Fluss und hoeren eine Melodie, die sich langsam naehert. Wir erwarten, dass gleich der Eismann um die Ecke verkauft und mit seiner Musik die Kinder anlocken moechte. Sehr verwundert sind wir dann als die Muellabfuhr um die Ecke biegt. Wir denken an die armen Muellleute, die stundenlang hinter dem stinkenden Fahrzeug herlaufen und diese nervige Melodie ertragen muessen.

Wahrzeichen der Stadt ist die hölzerne Japanische Brücke aus dem 16. Jahrhundert. Schoen anzuschauen sind die alten Haeuser der chinesischen Kaufmannsfamilien sowie chinesische Versammlungshallen wie die Hoi Quan Phuoc Kien. Wir schlendern ueber den Markt am Fluss Thu Bon-Fluss, der alles für den täglichen Bedarf, vor allem Fisch, bietet. Die drei Tage hier vergehen wie im Fluge. Wir shoppen ein wenig, erkunden die Stadt, leihen uns Farraeder und fahren zum 5km entfernten Strand, liegen in der Sonne und baden im Meer. Abends essen wir sehr lecker, Amore hat im Restaurant Morning Glory Prawns gebacken in einer Kokosnuss fuer sich entdeckt und schwaermt jede Minute davon. Muessen wir wohl noch mal wieder kommen.

1 Kommentare

  1. So so, verstehe, habt ihr also auch schon den alten Honeymoon-Trick erprobt .Scheint überall in der Welt zu funktiuonieren 🙂

    bin so gepsannt auf eure Fotos!! Weiterhin schöne Tage, erholt euch noch ein bisschen und richtet euch seelisch schon mal auf fieße kalte Temperaturen ein!

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