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Der Sonne entgegen

Ab in den Süden, der Sonne entgegen, was erleben, einen heben und dann Bikinis erleben.

Das koennte also das Motto sein fuer unsere Reise, zumindest wenn man es sich im Detail ueberlegt. Aber der Reihe nach. Dass wir uns in Richtung Sueden bewegen, das hab ich ja gestern schon beschrieben, ist ja schliesslich auch unser Ziel. Schon bei der Abfahrt in Grainau ist es bombig warm und das war erst der Anfang. Immer von vorne brennt die Sonne sich ein, aber den Fehler von gestern uns nicht gescheit einzucremen machen wir nicht erneut. An manchen Anstiegen steht die Hitze und der Schweiss laeuft. Am Morgen erinnerten wir uns an das Motto zur Mountainbike-Challenge 2007, welches Flo und Andre auf die T-Shirts gedruckt hatten: Brennende Waden. Aber statt dass die Muskeln brennen, ist es der Sonnenbrand von gestern. 😉

Erstes grosses Ziel heute ist der Fernpass und da erleben wir gleich mal, was es heisst, wenn man nicht perfekt ausgestattet ist. Beim ersten starken Anstieg, reisst Bernd doch glatt die Kette. Einfach komplett durch. Wir sind mitten drinne und hier kommen einem nur selten andere Biker entgegen. Aber wir haben Glueck. Der dritte Biker, der unseren Anstieg in entgegengesetzter Richtung foermlich runterheizt, nimmt sich 5 Minuten Zeit und wir probieren die Kette notduerftig zu flicken. Trotz fehlenden Kettenstift klappt das doch erstaunlich gut & wir koennen die Tour fortsetzen.

Nach einer schoenen Abfahrt haben wir im Tal zwischenzeitlich Ruediger aus Stuttgart mit seinem Trekkingbike als Anhaengsel gewonnen. Da bin ich nur mal kurz Wasser holen und schon hat Bernd neue Freunde. „Super“ fand der Schwabe, dass wir alle unsere Klamotten in je einem kleinem Rucksack haben. Er hingegen hat zwei Satteltaschen und einen riesigen Koffer auf seinem Gepaecktraeger und wundert sich, dass er auf dem Trail kaum hinterher kommt und bei der naechsten groesseren Baumwurzel mit seinem Fahrrad stecken blieb. Seine Versuche das Fahrrad am Lenker ueber die Wurzel zu ziehen scheitern klaeglich. Nach 200m faellt ihm dann ploetzlich ein, dass er wohl seinen nicht vorhandenen Kittel verloren hat und er nochmal umkehren muss. Wie schade. Kurze Abschiedung!

In Imst suchen wir dann einen Bikeshop, das gestaltet sich als ein wenig schwierig, aber nicht unmoeglich. Nach ein paar erfolglosen Versuchen, werden wir dann doch fuendig. Bernd goennt sich eine niegelnagelneue Kette und Christian das passende Werkzeug fuer die Zukunft. Mir liegt noch der Mitarbeiter vom Rabe in Muenchen im Ohr, „ach das Werkzeug braucht ihr gar nicht“.

Gut im Flow entscheiden wir uns das gute Wetter auszunutzen und verlaengern die heutige Tour. Das Hotel melden wir ab und suchen uns ein neues Ziel. Im Gasthof zum Loewen werden wir sesshaft. Zum kleinen Preis, aber wenig komfort ist das die Herberge fuer die heutige Nacht. Da koennen wir auch ruhig zum Abendessen unser alkoholfreies Bier heben. Eins bleibt aber trotzdem noch offen und unerfuellt. Bikini-Maedels gibts hier keine. Aber kein Problem wir traeumen eh nur von unseren Suessen.

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