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Yes, we can

Alles hat ein Ende Heute steht die letzte Etappe auf dem Programm. Wir packen nochmal den Rucksack, pruefen das letzte Mal die Luft in den Reifen und schwingen uns auf den Sattel. Sind wir mal ehrlich, die vorherigen vier Etappen stecken uns schon in den Beinen, die taegliche sportliche Belastung sind wir einfach nicht in dem Ausmass gewoehnt.

Regen, Schmerz und Sonnenschein

Begonnen im Regen, mit Schmerzen unterwegs, aber schönem, warmen Ende „Brennende Waden“, darauf waren wir heute morgen eingestellt, nach der gestrigen Etappe haette es so sein koennen. Aber brennen tuen sie nicht, sie fuehlen sich nur schwerer an die Beine. Wir fuehlen uns noch fit, trotzdem losen wir aus, wer das Geld holt, als wir vom Fruestuecksraum unters Dach muessen. Ich verliere.

Dem Wind entgegen

Dem Wind entgegen, die Hitze in der Kluft, auch durch Regen, immerzu, immerzu, ohne Rast und Ruh. Unsere gestern erkundete Wettervorhersage verhiess nichts gutes. Kaelteeinbruch, Wind und Regen. Daher hatten wir ja unsere gestrige Etappe(95km) schon verlaengert und gleich die Vorboten abends beim Essen durch kurze Regenschauer erlebt. Heute morgen stehen wir noch frueher auf, damit wir unsere Route ggf. nochmal abaendern koennen. In der Frueh ist es zwar kalt und die Wolken haengen tief in den Bergen, aber es scheint, dass die Sonne sich durchsetzen kann.

Der Sonne entgegen

Ab in den Süden, der Sonne entgegen, was erleben, einen heben und dann Bikinis erleben. Das koennte also das Motto sein fuer unsere Reise, zumindest wenn man es sich im Detail ueberlegt. Aber der Reihe nach. Dass wir uns in Richtung Sueden bewegen, das hab ich ja gestern schon beschrieben, ist ja schliesslich auch unser Ziel. Schon bei der Abfahrt in Grainau ist es bombig warm und das war erst der Anfang. Immer von vorne brennt die Sonne sich ein, aber den Fehler von gestern uns nicht gescheit einzucremen machen wir nicht erneut. An manchen Anstiegen steht die Hitze und der Schweiss laeuft. Am Morgen erinnerten wir uns an das Motto zur Mountainbike-Challenge 2007, welches Flo und Andre auf die T-Shirts gedruckt hatten: Brennende Waden. Aber statt dass die Muskeln brennen, ist es der Sonnenbrand von gestern. 😉

Prolog

Zum Start einer anspruchsvollen Biketour gehört ein anständiger Prolog. Wir starten morgens in München bei frischen 20 Grad und machen uns auf in Richtung Berge. Weitentfernt am Horizont sieht man sie schon auf uns warten, die Sicht ist gut, zu gut, leider. Obwohl die Beine wie gewünscht ihr Programm abspulen, kommen wir ihnen nur langsam naher. Beeindruckend schön stehen sie da und erwarten uns, aber das Rendezvous wird noch ein paar Stunden auf sich warten.

Salzburg

Im Adventskalender hat die Herzdame dann am Samstag einen Zettel gefunden: „Wir gehen auf den Weihnachtsmarkt, muessen aber frueh los…“. Welch eine Freude! Aber wohin sollte es denn gehen? Das konnte von ihr erst am Sonntag herausgefunden werden, denn dann war der passende Reisefuehrer im Tuerchen versteckt. Grosse Ueberraschung dann an Gleis 5, da standen ja Linda und Stefan. Die wollten auch nach Salzburg und was fuer ein Zufall, hatte doch Stefan Broetchen dabei, die ich vergessen hatte und ich hatte Becher fuer den Prosecco, den er mit dabei hatte. 😉 Nach leckerem Fruehstueck im Zug, mit neidischen Blicken der anderen Fahrgaeste und kurzer Reisezeit dann Ankunft in Salzburg mit Stadterkundung, Besuch des Mozarthauses und Bummel ueber den Weihnachtsmarkt und natuerlich abschliessenden Wiener-Schnitzel Essen. Ein wunderschoener harmonischer Ausflug ins Nachbarland.